Von seinem Zentrallager in Tilburg aus beliefert Fabory Unternehmen in ganz Europa mit Bolzen, Muttern, Schrauben und anderen Befestigungselementen. Für die Nachversorgung der Kommissionierbestände im Miniload-System installierte Systemintegrator TBWB eine Anlage zum Depalettieren und Transportieren von Kartons. Zwei Qimarox-Komponenten spielen dabei eine entscheidende Rolle: der Vertikalförderer Prorunner mk5 und der PD1 Palletdispenser. Dank der Anlage wurde die Zeit für die Bestandsnachversorgung deutlich verkürzt.
Fabory ist ein Großhändler für Befestigungselemente. Unternehmen in ganz Europa vertrauen aufgrund ihrer hohen Qualität auf die aus Tilburg gelieferten Bolzen, Muttern und Schrauben.
„Wir haben ein eigenes Labor, in dem wir die Qualität eingehender Waren prüfen. Außerdem beraten wir unsere Kunden zu Anwendungen und Materialien“, sagt Maarten Scheffers, Supply Chain Improvement Engineer bei Fabory. „Das sind entscheidende Dienstleistungen für unsere Kunden. Sie können es sich nicht leisten, dass ein Bolzen in einer Achterbahn oder Windkraftanlage versagt.“
Das Sortiment umfasst nicht weniger als 100.000 verschiedene Artikel, die alle im 30.000 Quadratmeter großen Zentrallager bevorratet werden. Seit 1998 ist dort ein Miniload-System mit neunzehn Regalbediengeräten in Betrieb.
„Achtzig Prozent des in Tilburg verarbeiteten Volumens stammen aus diesem Miniload-System“, erklärt Scheffers. „Nach fast dreißig Jahren und mehreren Modernisierungen bleibt dieses Lagersystem eine tragende Säule unserer Logistik.“
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Neues Schmalganglager
Aufgrund des anhaltenden Wachstums errichtete Fabory vor sieben Jahren ein Schmalganglager für den Vorrat. Dieses befand sich jedoch an einem anderen Standort in Tilburg, weshalb mehrmals täglich ein Lkw zum Zentrallager fahren musste, um das Miniload-System nachzuversorgen. In der Praxis erwies sich dieses Verfahren als ineffizient.
„Manchmal dauerte es einen ganzen Tag oder länger, bis ein Artikel wieder verfügbar war“, erklärt Scheffers. „Deshalb beschlossen wir vor drei Jahren, direkt neben dem Zentrallager ein neues Schmalganglager zu bauen.“
Dort übernehmen sieben autonome Lagerfahrzeuge – zwei Schmalgangstapler und fünf Hochhubwagen von Still – die Ein- und Auslagerung der Befestigungselemente. Sobald das Miniload-System Nachschub benötigt, erhalten die Fahrzeuge den Auftrag, eine Palette mit den benötigten Produkten abzuholen. Diese wird zu einem Depalettierroboter transportiert, der die Kartons abnimmt und auf eine Rollenbahn setzt. Die Rollenbahn befördert die Kartons direkt zum Miniload-System.
„Die Nachversorgung dauert jetzt nur noch wenige Stunden“, sagt Scheffers.
Höhenunterschied von 4,5 Metern
Für das Depalettieren und den Transport zum Miniload-System setzte Fabory auf Systemintegrator TBWB.
„TBWB gehört seit vielen Jahren zu unseren bewährten Lieferanten. Es ist ein innovatives, pragmatisches Unternehmen aus der Nähe. Die Mitarbeiter kennen unsere Prozesse und verstehen genau, was wir möchten“, sagt Ronald van den Dungen, Supervisor Equipment Maintenance bei Fabory.
„Trotz des begrenzten Platzangebots gelang es TBWB, die Rollenbahn aus dem Vorratslager mit der Fördertechnik im Zentrallager zu verbinden. Das war eine Herausforderung, da dabei ein Höhenunterschied von 4,5 Metern überwunden werden musste.“
Zwei Qimarox-Komponenten übernehmen dabei wichtige Aufgaben. Am auffälligsten ist der Prorunner mk5: Der Vertikalförderer übernimmt die Kartons nach dem Depalettieren von der Rollenbahn und übergibt sie an eine 3,5 Meter höher gelegene Auslaufbahn, die zum Miniload-System führt.
Der Prorunner mk5 verfügt über vier Produktträger, die in einem kontinuierlichen Kreislauf arbeiten, und bewältigt hohe Durchsätze. Neben dem Depalettierroboter steht ein Qimarox PD1 Palletdispenser zum Stapeln leerer Paletten.
Kompakte und modulare Bauweise
Die kompakte Bauweise war nicht der einzige Grund für die Wahl des Prorunner mk5. Ein weiterer wichtiger Vorteil: Anders als bei einem Schräg- oder Spiralförderer werden die Produkte vertikal transportiert und bleiben dabei aufrecht.
„Die Kartons mit Befestigungselementen können bis zu 28 Kilogramm wiegen. Größere Bolzen können im Karton rollen, mit allen denkbaren Folgen. Die Kartons dürfen sich während des Transports keinesfalls verformen oder verrutschen“, erklärt Ronald van den Dungen.
Die modulare Bauweise der Qimarox-Anlagen erwies sich als besonders wertvoll, als der Prorunner mk5 vor anderthalb Jahren verlängert werden musste. Ursprünglich musste der Vertikalförderer nur 3,5 Meter überwinden. Nach einer Prozessänderung war ein zusätzlicher Meter erforderlich.
„Der Vertikalförderer konnte einfach an seinem Platz bleiben“, erinnert sich Van den Dungen. „Qimarox musste lediglich zwei zusätzliche Sektionen einbauen. Danach arbeitete die Maschine genauso wie zuvor. Die modulare Bauweise von Qimarox bietet große Vorteile.“
Qualität und Zuverlässigkeit
TBWB empfahl die Qimarox-Komponenten.
„Da wir bereits seit fast zwanzig Jahren einen Qimarox-Palettierer einsetzen, hatten wir sofort Vertrauen in die Qualität und Zuverlässigkeit ihrer Anlagen“, sagt Van den Dungen.
Diese Zuverlässigkeit erlebt Fabory auch heute.
„Es sind kompakte Maschinen mit wirkungsvoller und zugleich unkomplizierter Technik. Sie verursachen sehr wenige Störungen und benötigen nur minimale Wartung.“
Ausblick: Prorunner mk1
Scheffers und Van den Dungen bereiten bereits das nächste Automatisierungsprojekt vor. Dabei geht es um die Automatisierung des Wareneingangs.
„Die meisten Produkte kommen in Kartons an, die bereits für die Lagerung im Miniload-System geeignet sind. Wir erhalten aber auch Produkte, die noch manuell sortiert und in diese Kartons umgepackt werden müssen. Wir installieren jetzt zwei spezialisierte Roboter mit einem Zwischenpuffer, die diese Kartons auf Paletten setzen.“
Auch dieses Projekt wird von TBWB umgesetzt und umfasst erneut eine Qimarox-Lösung. Diesmal wird ein Prorunner mk1 installiert. Der Standard-Produktlift überbrückt einen Höhenunterschied von ungefähr zwei Metern.
Mit dieser Investition optimiert Fabory seine Logistikprozesse in Tilburg weiter und macht sie zukunftssicher.























